NACHWUCHSTEAMS DER DJK ARMINIA IBBENBÜREN UND IBBENBÜRENER SV SIND DIE REKORDSIEGER IM KREISPOKAL

Die Austragungen der zentralen Kreispokalendspiele der Nachwuchsfußballer an einem Ort hat eine spezielle Vorgeschichte. Der Cup-Gewinner der A-Junioren sollte 1987 nach dem alten Modus in Hin- und Rückspielen ermittelt werden. Ausgetragen wurden die Duelle aber nicht. Im Finale standen damals Preußen Lengerich und der SV Dickenberg. Grund für die Absage war, dass man sich nicht auf einen Termin einigen konnte.

Schließlich wurde Preußen Lengerich kampflos zum Sieger gekürt. Nach dem Dilemma zog der damalige Kreisjugendvorstand unter dem Vorsitz von Helmut Blom die Konsequenzen und machte aus der Not eine Tugend. Der damalige Pokalspielleiter Klaus Hildebrandt aus Bevergern hatte die geniale Idee, die Endspiele in allen Altersklassen zentral an einem Ort auszutragen. Daraus ist nun eine echte Erfolgsgeschichte entstanden.

Die ersten Finalspiele 1988 im Hambrink-Stadion in Lotte wurden vor 350 Zuschauern ausgetragen. Danach stiegen die Zuschauerzahlen rasant an. Nahezu regelmäßig konnte der neue Pokalspielleiter Volker Schwabe aus Ibbenbüren, der 1994 das Amt von Klaus Hildebrandt übernommen hatte, einen neuen Besucherrekord vermelden. Der Rekord liegt mittlerweile bei 1600 Zuschauer am 3.Oktober 2018 im Sportzentrum Ost in Ibbenbüren.

Vor drei Jahren hat Matthias Abt Volker Schwabe als neuer Pokalspielleiter beerbt. Nach einem Blick auf die Siegerliste der männlichen Nachwuchsfußballer blieb die Ibbenbürener SV in 128 ausgetragenen Endspielen 57.Mal siegreich. Bei den A-Junioren 17.Mal, bei den B-Junioren 18.Mal, bei C-Junioren 12.Mal und bei den D-Junioren 10.Mal. Die ISV hatte durch die Bezirksligazugehörigkeit und den zahlreichen Verstärkungen gegenüber der Konkurrenz natürlich erhebliche Vorteile. Zwei Mal feierten die ISV A-Junioren den Titel vier Mal in Folge und einmal mit einem Hattrick. Die DJK Arminia Ibbenbüren ging vier Mal als Sieger hervor, die Mettinger Eintracht drei Mal. Westfalia Hopsten und SF Lotte konnten sich jeweils zwei Mal in die Siegerliste eintragen. Cheruskia Laggenbeck, Preußen Lengerich, TuS Recke und Teuto Riesenbeck kompensieren die Siegerliste jeweils mit einem Titelgewinn.

Auch bei den B-Junioren beherrschte die ISV den Wettbewerb mit 18 Titelgewinnen vor Arminia Ibbenbüren(3), Eintracht Mettingen(2), TuS Recke(2), Cheruskia Laggenbeck(2), SW Esch, Westfalia Westerkappeln, Preußen Lengerich, Westfalia Hopsten und Teuto Riesenbeck eindeutig. Bei den C-Junioren bleibt die DJK Arminia Ibbenbüren der ISV(12) mit sieben Titelgewinnen noch auf den Fersen. Eintracht Mettingen folgt mit vier Titelgewinnen vor Cheruskia Laggenbeck(2), Preußen Lengerich(2), Westfalia Hopsten, SW Lienen, TuS Recke, SC Hörstel und SF Lotte. Bei den D-Junioren bleibt der VfL Eintracht Mettingen der ISV(10) mit sechs Cup-Siegen auf Schlagdistanz. Westfalia Westerkappeln, Preußen Lengerich und SF Lotte durften jeweils drei Mal das Siegertreppchen betreten. Westfalia Hopsten und SC Hörstel blieben jeweils zwei Mal siegreich. Für Cheruskia Laggenbeck, TuS Recke und Arminia Ibbenbüren reichte es einmal zum Titelgewinn. Es gab bei den Junioren aber auch einige  Überraschungen. Zuletzt sorgten die B-Junioren von Teuto Riesenbeck als Kreisligist im Finale in Saerbeck gegen den Bezirksligisten Ibbenbürener SV mit einem 6:5 Sieg nach Elfmeterschießen für eine faustdicke Überraschung.

Bei den weiblichen Nachwuchsfußballerinnen heimste die DJK Arminia Ibbenbüren in den Altersklassen der B-, C- und D-Mädchen in 53 Finalspielen 34 Titel ein. Davon gewannen die B-Mädchen der DJK Arminia 25 Endspiele. In den 90er Jahren konnte sich auch SW Lienen mit drei Titelgewinnen erfolgreich in Szene setzen. Nachdem die DJK Arminia als Regionalligist(2015) automatisch für den Westfalenpokal qualifiziert war, war der Weg  für neue Sieger auf Kreisebene frei. Westfalia Hopsten nutzte die Gunst anschließen mit zwei Titelgewinnen. Zuletzt feierte Recke/Steinbeck den Hattrick. Die C-Mädchen nahmen erstmals 2008 in Halen am Endspieltag teil. Auch in dieser Altersklasse liegt die DJK Arminia Ibbenbüren mit sechs Titelgewinn vor Westfalia Hopsten(3), JSG Recke/Steinbeck(2) und JSG GW/Preußen Lengerich in der Siegerliste vorne. Den ersten Kreispokalsieg  feierten die D-Mädchen von  Westfalia Hopsten bei der Premiere 2011 in Ladbergen und konnten diesen auch erfolgreich verteidigen. Anschließend machten die JSG Recke/Steinbeck(5) und Arminia Ibbenbüren(3) das Rennen. Die Lengericher Nachwuchs-Mannschaften hatten mit allen Jahrgängen in zahlreichen Finalspielen  viel Pech und wurden schon als die ewigen „Vize-Preußen“ getitelt. 

In den 181 ausgetragenen Finalspielen der Mädchen und Jungen gab es keine Verlierer. Für alle Finalisten waren die Endspieltage vor dem großen Publikum ein echtes Highlight und ein tolles Erlebnis. Die 32 Endspieltage wurden von 24 Vereine ausgerichtet. SW Lienen richtet die Finalspiele am 3.Oktober 2020 zum 33.Mal aus. In der Saison 2021/22 finden die Endspiele in Hörstel statt. Am 3.Oktober 2019 wurden die Cup-Spiele in Saerbeck zum 32.Mal zentral an einem Ort ausgetragen.