Kreispokal der Juniorinnen und Junioren 2021/2022

Nach der Corona-Pause vor Jahresfrist freuen sich die Nachwuchsfußballer auf die

Endspiele im Kreispokal am 22./23.Oktober in Lienen. Der zentrale Endspieltag mit

allen Jahrgängen an einem Ort hat eine spezielle Geschichte

Letztmalig wurde der Cup-Sieger der A-Junioren 1987 in Hin- und Rückspielen ermittelt. Ausgetragen wurden die Duelle aber nicht. Im Finale standen damals der SC Preußen Lengerich und der SV Dickenberg. Grund für die Absage war, dass man sich nicht auf einen Termin für die Endspiele einigen konnte.

Der SV Dickenberg wollte die angesetzten Termine nicht akzeptieren. Schließlich wurde Preußen Lengerich kampflos zum Sieger gekürt.

Nach dem Dilemma zog der damalige Kreisjugendvorstand unter dem Vorsitz von Helmut Blom aus Leeden die Konsequenzen und machte aus der Not eine Tugend. Der damalige Pokalspielleiter Klaus Hildebrandt aus Bevergern hatte die geniale Idee, die Endspiele in allen Altersklassen zentral an einem Ort auszutragen. 

Daraus ist nun eine echte Erfolgsgeschichte entstanden. Über die Entwicklung war Klaus Hildebrandt immer stolz. Im Juni diesen Jahres ist Klaus Hildebrand im Alter von 78 Jahren verstorben. So finden die zentralen Endspiele erstmals ohne den Initiator statt. 

Erster Endspielort war 1988 das Hambrink-Stadion in Lotte. Das Zuschauerinteresse ließ bei der Premiere mit 350 Besuchern noch zu wünschen übrig. Ein Jahr darauf verfolgten in Lienen mehr als 500 Zuschauer die Cup-Spiele der A-, B-, C- und D-Junioren. In den darauffolgenden Jahren stiegen die Zuschauerzahlen stetig an. 

Nahezu regelmäßig konnte der neue Pokalspielleiter Volker Schwabe aus Ibbenbüren, der das Amt 1994 von Klaus Hildebrandt übernommen hatte, einen neuen Besucherrekord vermelden. Volker Schwabe hat sicherlich auch maßgeblichen Anteil an der guten Entwicklung. Bei den letzten Austragungen verfolgten über 1500 Zuschauer die Finalspiele. 

Mit einer ähnlichen Resonanz rechnen die Verantwortlichen auch in einer Woche in Lienen. Für die magische Anziehungskraft haben auch die mittlerweile installierten Finalspiele der B-, C- und D-Mädchen gesorgt. In der 32-jährigen Pokalgeschichte mussten nur die Endspiele in Schale (1991) und in Lotte (2004) aufgrund der schlechten Platzverhältnisse neu terminiert werden. 

Die B-Mädchen der DJK Arminia Ibbenbüren sind mit 21 Titelgewinnen der absolute Rekordhalter. Seit fünf Jahren sind die DJK-Mädchen als Regionalligist automatisch für den 

Westfalenpokal qualifiziert. 

Mit dem Kreispokalsieg qualifizieren sich die A-, B- und C- Junioren sowie B-Juniorinnen für den Wettbewerb um den Westfalenpokal. Für sie hat der Cup-Gewinn somit noch einen zusätzlichen Anreiz. 

In der Vergangenheit konnten die Pokalmeister des Fußballkreises Tecklenburg auch auf Verbandsebene Geschichte schreiben. In den 90er Jahren trafen die C-Junioren der  Ibbenbürener SV im Westfalenpokal auf den FC Schalke 04 und im Wettbewerb um die Westdeutsche Meisterschaft auf Borussia Mönchengladbach. Und die A-Junioren  von Westfalia Hopsten hatten den VfL Bochum mit Trainer Bernhard Dietz zu Gast. Unvergessen bleiben auch die Highlights im Viertelfinale der A-Junioren des SV Teuto Riesenbeck und der Ibbenbürener SV gegen Borussia Dortmund vor mehr als 1000 Zuschauern. Auch für die C-Junioren des VfL Eintracht Mettingen war der Auftritt gegen Borussia Dortmund vor über 500 Zuschauern ein großes Event. Die ISV B-Junioren und C-Junioren der DJK Arminia Ibbenbüren trafen zuletzt auf den VfL Bochum. 

In den 90er Jahren kamen prominente Fußballer wie Weltmeisterin Kerstin Garefrekes (Arminia Ibbenbüren), Simon Rolfes (TuS Recke) und Peter Niemeyer (Teuto Riesenbeck) bei den Finalspielen zum Einsatz. 

Vor vier Jahren hat Matthias Abt aus Laggenbeck das Amt des Pokalspielleiters von Volker Schwabe übernommen, der das Amt 25 Jahre inne hatte. In einer Woche werden die Endspiele zum 33. Mal an einem Ort ausgetragen. Schauplatz ist zum dritten Mal die Sportanlage von SW Lienen. Wegen der Corona-Pandemie finden die Endspiele an zwei Tagen statt. Eine zentrale Siegerehrung wie bisher wird es nicht geben. Die neuen Cup-Sieger werden unmittelbar nach den jeweiligen Finals gekürt. 

Für den Vorsitzenden des Kreisjugendausschusses Helmut Hettwer aus Lienen sind es die letzten Finalspiele in seiner Amtszeit in seinem Wohnzimmer, der OEG ARENA Lienen - Sportzentrum. Er wünscht sich faire Finalspiele und allen Mannschaften viel Erfolg. Die kürzeste Anreise haben die D-Junioren des SC Preußen Lengerich. Sie wollen mit der Unterstützung der vielen Fans den Pokalsieg gegen die SF Lotte feiern.

Die Endspielpaarungen auf einen Blick

Freitag, 22.10.202 18:30 Uhr B-Junioren
JSG Westerkappeln/Velpe – JSG Hörstel/Dreierw.

Freitag, 22.10.202 19:30 Uhr A-Junioren
Arminia Ibbenbüren – Ibbenbürener SV

Samstag, 23.10.202 10:00 Uhr D-Juniorinnen
Westfalia Hopsten – Arminia Ibbenbüren

Samstag, 23.10.202 10:45 Uhr D-Junioren
Preußen Lengerich – SF Lotte

Samstag, 23.10.202 14:45 Uhr C-Junioren
SF Lotte – JSG Büren/Halen/Piesberg

Samstag, 23.10.202 14:00 C-Juniorinnen
TuS Recke – Arminia Ibbenbüren

Samstag, 23.10.202 17:00 Uhr B-Juniorinnen

TuS Recke – Falke Saerbeck