In den letzten 30 Jahren haben 150 männliche Nachwuchs-Mannschaften

aus dem Fußballkreis Tecklenburg auf überkreislicher Ebene am Spielbetrieb teilgenommen.

Insgesamt waren nur 11 TE-Vereine mit ihren Nachwuchsteams daran beteiligt. Für Kontinuität sorgten nur die Nachwuchs-Mannschaften der Ibbenbürener SV. Die ISV B-Junioren sind am längsten vertreten. Sie sind nach dem Aufstieg 1990 unter dem damaligen Trainer Heinz Rieskamp als einziges TE-Team ununterbrochen dabei. Dabei schafften sie 1997 und 2004 den Aufstieg in die Landesliga. Nach dem letzten Aufstieg 2004 konnten sie sich acht Jahre in der Landesliga halten. Auch die A-Junioren des SC Preußen Lengerich(2000), die A-Junioren der Ibbenbürener SV(2006) und B-Junioren des TuS Recke(1999) schafften zwischenzeitlich den Sprung in die Landesliga. Die A-Junioren des SC Preußen Lengerich spielten in der 90er Jahren fast durchweg überkreislich, ehe sie im Spieljahr 2002/03 den bitteren Weg in die Kreisliga A antreten mussten. Die ISV A-Junioren sind 1991 unter dem damaligen Trainer Bruno Graw durch einen 3:0 Erfolg gegen den SuS Stadtlohn in die Bezirksliga aufgestiegen und spielen nach dem zwischenzeitlichen Abstieg(2009) 27 Jahre überkreislich. Die B- und C-Junioren der DJK Arminia Ibbenbüren sowie ISV C-Junioren gehörten  in den drei Jahrzehnten zu den Fahrstuhl-Mannschaften. Auch die SG Riesenbeck/Bevergern konnte zwischen 2010 und 2013 mit den A und B-Junioren Bezirksligaluft schnuppern. Für die C-Junioren von SW Lienen, Westfalia Westerkappeln, Westfalia Hopsten und SC Hörstel  hatte die Bezirksligazugehörigkeit nur ein kurzes Intermezzo. Ein Akteur war an drei Aufstiegen beteiligt. Dass war der spätere Bundesliga-Spieler Simon Rolfes. Mit den B-Junioren des TuS Recke feierte er den Aufstieg in die Bezirksliga und Landesliga. In seinem letzten Spiel für den TuS Recke am 13.Juni 1999 war er mit vier Treffern beim 9:0 Kantersieg gegen Union Lüdinghausen auch maßgeblich am Aufstieg der A-Junioren beteiligt. Für ein Novum sorgten die Aufstiegsaspiranten im Spieljahr 2015/16, als mit Westfalia Hopsten A, Eintracht Mettingen B-,C- und D-Junioren alle vier TE-Teams den Sprung in die Bezirksliga schafften. Dabei brachte Eintracht Mettingen das Kunststück fertig, erstmals in der Vereinsgeschichte mit allen drei Mannschaften in einem Spieljahr in die Bezirksliga aufzusteigen. Dass hatte vorher noch kein anderer Verein aus dem Fußballkreis Tecklenburg geschafft. Die TE-Teams kochten auf Bezirksebene über einen  längeren Zeitraum auch auf Sparflamme. Den Tiefpunkt hatte der TE-Kreis in den Spieljahren 2008/09 und 2009/10, als nur die ISV A- und B-Junioren die Fahnen hochhielten. Die Höchstmarke hat der TE-Kreis in dieser Saison mit acht Nachwuchs-Mannschaften erreicht. Auch in der zurückliegenden Saison  schafften mit den A-Junioren der SF Lotte, den B-Junioren der DJK Arminia Ibbenbüren, den C- und D-Junioren des SC Preußen Lengerich alle vier TE-Teams den Bezirksliga-Aufstieg. Preußen Lengerich schaffte zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte mit zwei Juniorenteams den Aufstieg in die Bezirksliga. Für einige Nachwuchstrainer war das Arrangement in den Junioren-Bezirksligen auch ein Sprungbrett für höhere Aufgaben im Senioren-Bereich. Aufgrund der Corona-Krise wurde die Saison auch bei den Junioren bis auf Weiteres ausgesetzt. Ob es überhaupt noch weitergeht, weiß keiner. Bei einem Abbruch stellt sich auch im Juniorenfußball die Frage: ob die Saison annulliert wird oder die Nachwuchsligen für das kommende Spieljahr aufgestockt werden.