Erfolgreiche Inklusionsschulung im Kreis Tecklenburg

Im November 2016 wurde im Kreis 31 Tecklenburg das Projekt „Inklusion im Fußballkreis Tecklenburg“ gestartet. Das Konzept beruht auf vier Säulen. Eine Säule stellt die Information bzw. Schulung der Mitgliedsvereine im Bereich der gleichberechtigten und selbstverständlichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung, also Inklusion, am Vereinssport dar. In den vergangenen Monaten hat der Kreisjugendausschuss (KJA) Rückmeldungen der Vereine erhalten, in denen fehlende Informationen über Inklusion im Allgemeinen und die mögliche Umsetzung von Inklusion im eigenen Verein angesprochen wurde. Mit finanzieller Unterstützung durch den Rotary Club Tecklenburger Land konnte der KJA die erste eintägige Inklusionsschulung im Fußballkreis Tecklenburg organisieren. Am Samstagmorgen begrüßte der Koordinator Inklusion, Ralf Stille, im Vereinsheim von Falke Saerbeck 34 Teilnehmer aus 15 Vereinen.

Als erster Referent hat Herr Carsten Hilbers anhand der Entstehung und Entwicklung der Inklusionsmannschaft „Lucky Löwen“ von Olympia Laxten die Möglichkeiten, Inklusion in einem Fußballverein einzuführen, dargestellt. Die Vielzahl der Fragen der Teilnehmer bezüglich der möglichen Umsetzung im eigenen Verein zeigte eindeutig das große Interesse an diesem Thema. Die interessierte Diskussion der Teilnehmer wurde auch während der Pausenzeiten fortgeführt. Viele Teilnehmer erkannten, dass ein Training mit einer Inklusionsmannschaft vergleichbar mit dem Training in einer Jugendmannschaft ist.

„Der Unterschied im Training ist ja gar nicht so groß“ 

„Das machen wir ja auch im normalen Jugendtraining“

Als zweiter Referent war Herr Michael Schoo eingeladen. Er hielt einen Vortrag zum Thema „Methodik: Fußball mit Menschen mit Behinderung“ und machte den Teilnehmern deutlich, dass es für Menschen mit Behinderung viel zu wenig Angebote gibt Sport zu treiben und forderte die Anwesenden auf, Sportangebote für Menschen mit Behinderung anzubieten.

Im zweiten Teil der Schulung durch Herrn Schoo konnte das im Vortrag behandelte Thema durch die Teilnehmer praktisch in der Sporthalle umgesetzt werden. Hier zeigte sich wie Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam ein Training absolvieren können. Die durchgeführten Übungen stießen auf sehr großes Interesse bei den teilnehmenden Trainerinnen und Trainern.

„Das können wir gut in unser Training einbauen“

„Es macht richtig Spaß, gemeinsam mit Menschen mit Behinderung zu trainieren. Das sollte man öfter machen.“

Der KJA ist sehr zufrieden mit der Schulung und wird im ersten Quartal 2019 einen weiteren Termin mit den Teilnehmern durchführen, in dem das praktische Training mit einer Inklusionsmannschaft im Vordergrund steht.