EMOTIONALER ABSCHIED VON VOLKER SCHWABE BEI DER ABSCHLUSSTAGUNG

Von Walter Wahlbrink

 

Bei der Saisonabschlusstagung der Nachwuchsfußballer am Montagabend im Falke-Treff in Saerbeck erlebte Volker Schwabe aus Ibbenbüren nach 27 Jahren Amtszeit im Kreisjugendvorstand einen emotionalen Abschied. Dabei wurde er zum Abschied von Kreisjuniorenobmann Helmut Hettwer mit der Verdienstnadel in Gold vom Fußball- und Leichtathletik Verband Westfalen ausgezeichnet.

Als Dankeschön für die geleistete Arbeit als Pokalspielleiter und A-Junioren-Staffelleiter bekam Schwabe vom Kreisjugendvorstand eine Reise nach Papenburg geschenkt. „Ich habe meinen Job super gerne gemacht, es hat mir immer sehr viel Spaß gemacht. Einst möchte ich euch noch auf den Weg geben: pflegt in Zukunft weiter die gute Kommunikation“, so Volker Schwabe in einer bewegenden Abschiedsrede. Die Ehrung stand im Mittelpunkt einer sehr harmonischen Abschluss-Konferenz. Nach der Begrüßung konnte Kreisjugendobmann(KJO) Helmut Hettwer alle Delegierten aus dem Fußballkreis Tecklenburg begrüßen. Im Anschluss berichtete Inklusionsleiter Ralf Stille über die gute Entwicklung der Inklusionsmannschaften im TE-Kreis. Nach SC Hörstel und Eintracht Mettingen hätten nun auch der BSV Brochterbeck und die Ibbenbürener Vereine eine Inklusionsmannschaft gegründet. Dass sei sehr erfreulich. „Wir sind führend in Westfalen“, meinte Stille. Anschließend lobte Hettwer die tolle Jugendarbeit im TE-Kreis und die gute Zusammenarbeit mit der Presse. „Vier Aufsteiger in die Bezirksliga spiegelt die gute Nachwuchsarbeit wider. Mit den B-Mädchen der DJK Arminia Ibbenbüren können wir nun sogar einen Bundesligisten präsentieren. Auf die geleistete Arbeit können wir alle stolz sein“, so Hettwer. Die Staffelleiter Matthias Ahmann(C-Junioren) und Berward Pinke(D-Junioren)zogen nach einem Rückblick auf die Saison ein positives Fazit. Während die Platzverweise bei den A-Junioren nach einem Bericht von Staffelleiter Michael Bärtels zurückgegangen seien, sei die Bilanz bei den B-Junioren laut Helmut Hettwer erschreckend. „Bei den B-Junioren verteilten die Schiedsrichter 134 gelbe Karten, 11 rote Karten und sprachen 21 Zeitstrafen aus. Sowas habe ich in meiner Amtszeit noch nicht erlebt“, meinte Hettwer. Staffelleiterin Imke Holtmeyer aus Lienen war mit dem Saisonverlauf der Mädchen sehr zufrieden. Allerdings wird die Fusionsrunde der B-Mädchen mit dem Fußballkreis Steinfurt aufgelöst. Die Steinfurter bilden in Zukunft mit allen Altersklassen eine Fusion mit dem Fußballkreis Ahaus/Coesfeld. Da der TE-Kreis für die neue Saison nur noch vier kreisliche B-Mädchenteams stellen kann, werden diese voraussichtlich in der C-Junioren-Kreisliga C kicken. Sieben Vereine hätten mit einer guten Resonanz den Tag des Mädchenfußballes ausgerichtet. „Die Mannschaftsmeldungen sind im Mädchenfußball rückläufig und müssen mehr werben“, sagt Imke Holtmeyer. Koordinatorin für Sportverein/Schule/Kita, Michelle Kuhl aus Halverde, will zukünftig in den Schulen neue Kids für den Jugendfußball gewinnen. Staffelleiter Otto Weber hat die Staffelleitung der E-und F-Junioren an Eike Meemann aus Saerbeck abgegeben. Weber bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und will den jungen Staffelleiter aus Saerbeck weiter unterstützen. Otto Weber hält dem Kreisjugendvorstand als Koordinator für den Spielbetrieb weiter die Treue. Thomas Kruppa von der Kreisspruchkammer berichtete über zwei schwere Fälle in einem Spiel der A-Junioren. „Wegen unsportlichen Verhaltens mussten wir einen Spieler für sechs Wochen sperren. Ein weiterer Spieler wurde wegen Bedrohung gegen den Schiedsrichter für sechs Monate gesperrt“, so Kruppa. Koordinator Matthias Abt kündigte einen neuen Übungsleiterlehrgang an. Volker Schimmöller(ISV) machte die Versammlung auf eine Kurzschulung für E-und F-Junioren am 5.September im Sportzentrum Ost aufmerksam. Stützpunkttrainer Timo Donnermeyer berichtete über das gute Abschneiden der Auswahlmannschaften bei der Westfalenmeisterschaft. Zwei Teams hätten sich für die Endrunde qualifiziert und dort Platz 4. und 5. belegt. Die Mädchen hätten beim Stützpunkt einen großen Anteil. Vier Mädels würden am Training der Westfalenauswahl teilnehmen. Für die nicht anwesende Auswahltrainerin der Mädchen, Kerstin Oelgemöller, gab Kreisjugendobmann Helmut Hettwer den Bericht ab. Die C-Mädchen hätten am letzten Wochenende die Vizemeisterschaft bei der Westfalenmeisterschaft in Lohauserholz verteidigt. Im Finale hätte die TE-Auswahl gegen Paderborn unglücklich mit 0:1 verloren.„Die erneute Vizemeisterschaft sei ein Riesenerfolg“, so Hettwer. Der Stützpunkt der Mädchen in Uffeln würde sich bei der Besetzung der Trainer in der neuen Saison neu aufstellen. Pokalspielleiter Matthias Abt sprach von einem reibungslosen Ablauf und lobte die tolle Organisation der Ibbenbürener SV bei den Finalspielen im Sportzentrum Ost. „Ich freue mich schon auf die nächsten Endspiele am 3.Oktober hier in Saerbeck auf der tollen Sportanlage“, so Abt. Bei der Ehrung der Meister nahmen die Vertreter der SF Lotte und Preußen Lengerich jeweils vier Urkunden mit auf die Heimreise. Die Pokalauslosung nahm ebenfalls viel Zeit in Anspruch. Für Volker Schwabe war es als Glücksfee die letzte Amtshandlung und zog dabei interessante Paarungen. Für große Spannung sorgt besonders das Nachbarschaftsderby der A-Junioren zwischen SW Lienen und dem SC Preußen Lengerich. Bei den B-Mädchen treffen die Bezirksligisten Teuto Riesenbeck und Westfalia Hopsten schon in der ersten Runde aufeinander. Bei den Klasseneinteilungen um Meisterschaftspunkte gab es in allen Altersklassen einige Veränderungen. Zahlreiche Vereine verzichteten auf den Aufstieg in den Leistungsligen. Da die JSG Bevergern/Rodde auf den Aufstieg in die A-Junioren-Kreisliga A verzichtet, bleibt Falke Saerbeck als Absteiger weiter A-Ligist. Ähnlich war die Umfrage bei den B-Junioren. Letztendlich erklärten sich Falke Saerbeck und die JSG Bevergern/Rodde bereit, in der Kreisliga A zu spielen. Bei den C-Junioren zogen SW Lienen, die JSG Büren/Halen/Piesberg und Eintracht Mettingen 2 ihre Teams aus der Kreisliga A zurück. Nach langen Diskussionen kompensiert die JSG Westerkappeln/Velpe das dünn besetzte 10er Feld in der Kreisliga A. Auf eine ganzjährliche Leistungsklasse der D-Junioren, die die Stützpunkttrainer gefordert hatten, konnten sich die Delegierten nicht einigen. Erfreulich ist, dass die E-Mädchen mit sechs gemeldeten Teams wieder eine eigenständige Liga bilden können. Unter Punkt Verschiedenes wies Kreisjugendobmann Helmut Hettwer die Vereine darauf hin, dass sie auch bei Freundschaftsspielen aus versicherungstechnischen Gründen einen Spielbericht ausfüllen müssten.